Teil-/Vollentsalzung 2020-05-15T12:30:48+02:00

„Teil- oder vollentsalztes Wasser hat unglaublich viele Anwendungsgebiete erobert. Zu Recht, denn Wasser ohne gelöste Salze lässt viele Probleme gar nicht erst entstehen.“
Axel Kowalewski, Geschäftsführer

Entsalzungsanlagen für die Industrie

Ist der Salzgehalt in Kesselspeisewasser, Prozesswasser oder Kühlwasser zu hoch, kann es zu Ablagerungen und dadurch zu einer geringeren Leistungsfähigkeit kommen. Daher macht es gegebenenfalls Sinn, die jeweilige Wasseraufbereitungsanlage um eine Entsalzungsanlage für die Industrie zu erweitern. Durch das entsalzte Wasser reduziert sich z. B. die Absalzrate deutlich, was weniger Wassernachspeisung erforderlich macht und somit die Betriebskosten senkt.

Vorteile einer Entsalzungsanlage:

  • Reduktion der Betriebskosten durch Einsparung von Wasser und Chemie
  • Schnelle Amortisation
  • Einfacher Aufbau und leichte Bedienbarkeit
  • Sehr geringer Wartungsaufwand

Sie benötigen entsalztes Wasser für einen reibungslosen Betreib Ihrer Anlagen? Dann kontaktieren Sie uns.

Teilentsalzung (Entkarbonisierung)

Entsalzungsanlage zur Teilentsalzung von Wasser

Teilentsalzungsanlage zur Wasseraufbereitung

Entsalzungsanlagen liefern entsalztes Wasser unter Verwendung von Ionenaustauscherharzen. Bei der Teilentsalzung werden wie bei der Enthärtung die Kationen Calcium und Magnesium aus dem Wasser herausgenommen und so die Gesamthärte gesenkt. Als Austauscher kommt ein schwach saurer Ionenaustauscher zum Einsatz, der mit Wasserstoffionen vorbeladen ist. Während bei der Enthärtung der Austausch von härtebildenden Kationen gegen Natrium-Ionen erfolgt, wird bei der Entkarbonisierung gegen Wasserstoffionen ausgetauscht. Aus der Karbonathärte entsteht dadurch Kohlensäure. Der Salzgehalt bei der Teilentsalzung reduziert sich entsprechend. Anschließend erfolgt die Regeneration der Harze mit Salzsäure.

Nach einigen Jahren ist ein Harztausch erforderlich. Bei größeren Anlagen sollten Sie die Funktion der Ionenaustauscherharze regelmäßig über eine Harzanalyse überprüfen lassen.

Vollentsalzung (Demineralisierung)

Entsalzungsanlage zur Vollentsalzung von Wasser

Vollentsalzungsanlage zur Wasseraufbereitung

Bei der Vollentsalzung, oder auch Demineralisierung, im Ionenaustauschverfahren werden gelöste Stoffe fast vollständig aus dem Rohwasser entfernt. Hierzu wird ein Kation- und ein Anionaustauscher eingesetzt. Diese Austauscher, die mit Harzen befüllt sind, können entweder nacheinander geschaltet (2 Druckbehälter) oder in einem sogenannten Mischbett innig vermischt sein (nur 1 Druckbehälter).

Um die Laufzeiten zu verbessern, schaltet man häufig Entgasungssysteme zwischen die Austauscher. Moderne Membranentgasungssysteme haben sich am Markt etabliert und bieten Vorteile gegenüber der herkömmlichen Entgasung mit Riesler.

In der ersten Passage des Kationentauschers wird das Wasser durch die entstehende Kohlensäure stark sauer (niedriger pH-Wert). Die Kohlensäure wird bei der Entgasung ausgetrieben. Im Anschluss fließt das Wasser durch den Anionentauscher, der dadurch geringer dimensioniert werden kann. Die Regeneration der Harze erfolgt mit Salzsäure und Natronlauge. Das Harz muss man nach einer gewisser Zeit austauschen. Eine regelmäßige Harzanalyse gibt bei größeren Anlagen Aufschluss darüber, ob die Ionenaustauscherharze noch richtig funktionieren.

Wichtig: Soll bereits aufbereitetes Wasser über keine Restleitfähigkeit und Restsilikat verfügen, muss man dem Kationen- und Anionenaustauscher ein Mischbettaustauscher nachschalten. In einem Mischbettaustauscher liegen Kationenaustauscherharz und Anionenaustauscherharz innig vermischt nebeneinander vor. Hierdurch erreicht man mit der Entsalzungsanlage eine noch bessere Vollentsalzung als dies durch nacheinander geschaltete Kationen- und Anionenaustauscher möglich ist. Außerdem dient dieses Vorgehen der Sicherheit, falls bei der vorangeschalteten Anlage eine Störung auftritt.