Enthärtung

Enthärtung 2018-09-27T10:16:56+00:00

Entkalkungs- und Enthärtungsanlagen

Bild einer großen Doppel-Enthärtungsanlage

Sicherlich kennen Sie Kalkablagerungen von zuhause an Duschköpfen, Eier- oder Wasserkochern – ein lästiges Problem, von dem auch Maschinen-, Rohrleitungen oder Wärmetauscher nicht verschont bleiben. Umso höher die Wasserhärte, also umso „kalkhaltiger“ Wasser ist, umso größer sind oft die Problematiken. Bereits eine Kalkschicht von 1 mm auf Wärmetauschern sorgt für gut 15 % weniger Kühl- bzw. Heizleistung und somit mehr Energiebedarf. Kalk leitet Wärmeenergie deutlich schlechter.

Aufgrund ständig wechselnder Bedingungen kommt es in Kühlkreisläufen oft zu Störungen des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichtes und in diesem Zusammenhang insbesondere zu Ausscheidungen der sogenannten Härtebildner, wie z. B. Calciumcarbonat (CaCO3). Diese sind im Wesentlichen für die Kalk- und Steinbildung in wasserführenden Systemen verantwortlich. Besonders die Karbonathärte an der Gesamthärte führt bereits ab mittelhartem Wasser oft zur Kalkbildung.

Was macht eine Enthärtungsanlage?

Sie „enthärtet“ das Wasser. Bei der Wasserenthärtung (=Weichwassererzeugung) wird dem Wasser mit Hilfe eines kationischen Ionenaustauscherharzes Calcium und Magnesium (zusammen auch als „Erdalkalien“ bezeichnet) entzogen. Sind die Harze mit Calcium und Magnesium gesättigt, werden diese mit einer Kochsalzlösung (Natriumchlorid) regeneriert, damit sie wieder Weichwasser erzeugen können. Man spricht hier von Regeneriersalz, ähnlich dem bei einem Geschirrspüler. Der Zyklus einer Enthärtungsanlage ist also „enthärten“ bis die Harze mit Calcium und Magnesium beladen sind, „weg spülen“ des Calciums und Magnesiums von den Harzen und Regeneration mit einer Salzlösung (häufig Sole genannt) damit der Zyklus von vorne beginnen kann.

Das Wasser strömt durch einen Kationenaustauscher (Druckbehälter). Die Calcium- und Magnesium-Ionen werden gegen Natrium-Ionen getauscht. Das enthärtete Wasser enthält nun mehr Na+-Ionen. Die anderen Ionen bleiben unverändert.  Die Enthärtungsanlagen können als Doppelenthärtung (Pendelanlage) oder Einzelenthärtung ausgeführt werden. Bei kleineren Weichwasseranlagen wird die Regeneration oft über Zentralsteuerventile ausgeführt. Dies hat preislich und auf den Installationsaufwand bezogen Vorteile.

Auslegung einer Enthärtungsanlage

Sprich, wie „groß“ muss die Anlage sein, damit sie effizient und wirtschaftlich ihren Job erledigt. Eine Enthärtungsanlage ist vom Grundsatz eine sehr wirtschaftliche Anlage. Die Kosten einer Enthärtungsanlage entstehen aus der Anschaffung der Anlage selbst, der Installation, dem Wasserverbrauch und dem benötigen Regenerationssalz.

Hinsichtlich der Auslegung sind 3 Punkte Grundvoraussetzungen:

  • Wasserhärte des zu enthärtenden Wassers
  • Max. Menge die pro Stunde enthärtet werden muss
  • Höhe der Resthärte, die nach der Enthärtung vorhanden sein soll

Für führen Kleinstanlagen bis hin zu großen industriellen Enthärtungsanlagen. Gerne übernehmen wir auch die Installation und Inbetriebnahme. Bitte sprechen Sie uns bei Bedarf an.