Enthärtung 2020-06-26T11:05:14+02:00

„Industrielle Wasserenthärtungsanlagen sollten redundant aufgebaut sein und 2 Steuerköpfe und 2 Soleventile besitzen. Nur so ist maximale Betriebssicherheit gewährleistet!“
Jürgen Tauschek, Geschäftsführer

Wasserenthärtungsanlage für die Industrie

Wasserenthärtungsanlage in doppelter Ausführung

Doppel-Enthärtungsanlage

Sicherlich kennen Sie Kalkablagerungen an Duschköpfen, Eier- oder Wasserkochern – ein lästiges Problem, von dem auch Maschinen, Rohrleitungen oder Wärmetauscher nicht verschont bleiben. Wenn Wasser eine größere Menge an Calcium und Magnesium enthält, wird es als hartes bzw. kalkhaltiges Wasser bezeichnet. Generell lässt sich sagen: Umso höher die Wasserhärte, desto größer sind oft die Problematiken. So sorgt bereits eine Kalkschicht von 1 mm auf Wärmetauschern für gut 22 % weniger Kühl- bzw. Heizleistung und somit mehr Energiebedarf. Denn Kalk leitet Wärmeenergie deutlich schlechter.

Doch woher kommt der Kalk? Ständig wechselnde Bedingungen verursachen in Kühlkreisläufen oft Störungen des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts. In diesem Zusammenhang kommt es zu Ausscheidungen der sogenannten Härtebildner, wie z. B. Calciumcarbonat (CaCO3), die im Wesentlichen für die Kalk- und Steinbildung in wasserführenden Systemen verantwortlich sind. Die Karbonathärte führt bereits bei mittelhartem Wasser zu Kalkbildung. Abhilfe kann eine  Wasserenthärtungsanlage für die Industrie schaffen. Wir informieren Sie gerne ausführlich.

Was macht eine Wasserenthärtungsanlage für die Industrie?

Sie „enthärtet“ das Wasser und schützt so Leitungen, Pumpen oder wärmetechnische Anlagen vor Verkalkung. Bei der Wasserenthärtung (=Weichwassererzeugung) wird dem Wasser mit Hilfe eines kationischen Ionenaustauscherharzes Calcium und Magnesium entzogen. Dabei strömt das Wasser durch einen Kationenaustauscher (Druckbehälter). Die Calcium- und Magnesium-Ionen werden gegen Natrium-Ionen getauscht und das enthärtete Wasser enthält somit mehr Na+-Ionen. Die anderen Ionen bleiben unverändert. Sobald die Harze mit Calcium und Magnesium gesättigt sind, werden diese mit einer Kochsalzlösung (Natriumchlorid) regeneriert, damit sie wieder Weichwasser erzeugen können. Man spricht hier von Regeneriersalz, ähnlich wie bei einem Geschirrspüler.

Zyklus von Wasserenthärtungsanlagen:

  1. Enthärten bis die Harze mit Calcium und Magnesium beladen sind
  2. „Wegspülen“ des Calciums und Magnesiums von den Harzen
  3. Regeneration mit einer Salzlösung (auch Sole genannt), damit der Zyklus von vorne beginnen kann

Anlagen zur Wasserenthärtung für die Industrie gibt es mit Doppelenthärtung (Pendelanlage) oder Einzelenthärtung. Bei kleineren Weichwasseranlagen wird die Regeneration oft über Zentralsteuerventile ausgeführt. Das ist nicht nur günstiger, sondern bedeutet auch weniger Aufwand bei der Installation.

Sie benötigen Reinstwasser für Ihren Produktionsprozess? Mit einer Vollentsalzung werden sowohl die Kationen als auch die Anionen komplett entfernt. Mehr zu unseren Entsalzungsanlagen.

Welche Enthärtungsanlage ist die richtige für Sie?

Wie „groß“ muss die Enthärtungsanlage für die Industrie sein, damit sie ihren Job möglichst effizient erledigt? Das hängt ganz davon, wo sie zum Einsatz kommt und wie „hart“ das verwendete Wasser ist.

Für die Wahl der optimalen Enthärtungsanlage sind diese 3 Faktoren ausschlaggebend:

  • Wasserhärte des zu enthärtenden Wassers
  • Maximale Menge, die pro Stunde enthärtet werden muss
  • Höhe der Resthärte, die nach der Enthärtung vorhanden sein soll

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Wasserenthärtungsanlage für die Industrie wirtschaftlich betrachtet fast immer sinnvoll ist. Die Kosten hierfür entstehen aus der Anschaffung der Anlage selbst, der Installation, dem Wasserverbrauch und dem benötigen Regenerationssalz. Die laufenden Kosten für den Wasserverbrauch zur Regeneration und das benötigte Salz sind sehr gering.

Redundante Wasserenthärtungsanlagen für maximale Betriebssicherheit

Im industriellen Bereich ist die Anlagen- und Betriebssicherheit oft ein entscheidendes Kriterium. Ein Ausfall von Wasserenthärtungsanlagen, z. B. zur Enthärtung von Kühlwasser oder Kesselspeisewasser, kann zu Anlagenstillstand oder Folgeschäden führen.

Eine Doppel-Enthärtung mit zwei Drucktanks ist seit vielen Jahren Standard. Bei Ausfall des Zentralsteuerventils ist jedoch die ganze Anlage außer Betrieb. Weichwasser steht nicht mehr zur Verfügung.
Für maximale Betriebssicherheit führen wir Ihre Anlage gerne redundant aus. Selbst bei Ausfall eines Steuerkopfs kann dann weiter über den zweiten Drucktank Weichwasser produziert werden.

Bei uns finden Sie sowohl Kleinstanlagen als auch große Enthärtungsanlagen für die Industrie. Gerne übernehmen wir auch die Installation und Inbetriebnahme. Bitte sprechen Sie uns bei Bedarf an.