Enthärtung

Enthärtung 2018-06-16T13:39:39+00:00

Entkalkungs- und Enthärtungsanlagen

Bild einer großen Doppel-Enthärtungsanlage

Sicherlich kennen Sie Kalkablagerungen von zuhause an Duschköpfen, Eier- oder Wasserkochern – ein lästiges Problem, von dem auch Maschinen-, Rohrleitungen oder Wärmetauscher nicht verschont bleiben. Umso höher die Wasserhärte, also umso „kalkhaltiger“ Wasser ist, umso größer sind oft die Problematiken. Bereits eine Kalkschicht von 1 mm auf Wärmetauschern sorgt für gut 15 % weniger Kühl- bzw. Heizleistung und somit mehr Energiebedarf. Kalk leitet Wärmeenergie deutlich schlechter.

Aufgrund ständig wechselnder Bedingungen kommt es in den meisten Kühlkreisläufen oft zu Störungen des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichtes und in diesem Zusammenhang insbesondere zu Ausscheidungen der sogenannten Härtebildner, wie z. B. Calciumcarbonat (CaCO3). Diese sind neben Silikaten im Wesentlichen für die Kalk- und Steinbildung in wasserführenden Systemen verantwortlich. Besonders die Karbonathärte an der Gesamthärte führt bereits ab mittelhartem Wasser oft zu Steinbildung.

Bei der Wasserenthärtung (=Weichwassererzeugung) wird dem Wasser mit Hilfe eines kationischen Ionenaustauscherharz Calcium und Magnesium (zusammen auch als „Erdalkalien“ bezeichnet) entzogen. Das Harz wird mit einer Kochsalzlösung (Natriumchlorid) regeneriert, damit es wieder Weichwasser erzeugen kann. Man spricht hier von Regeneriersalz, ähnlich dem bei einem Geschirrspüler.

Das Wasser strömt durch einen Kationenaustauscher (Druckbehälter). Die Ca2+- und Mg2+-Ionen werden gegen Na+-Ionen getauscht. Das enthärtete Wasser enthält nun mehr Na+-Ionen. Die anderen Ionen bleiben unverändert.  Die Enthärtungsanlagen können als Doppelenthärtung (Pendelanlage) oder Einzelenthärtung ausgeführt werden. Bei kleineren Weichwasseranlagen wird die Regeneration oft über Zentralsteuerventile ausgeführt. Dies hat Preislich und auf den Installationsaufwand bezogen Vorteile.