Der Korrosionsinhibitor – chemischer Schutz vor Korrosion in Kühl- und Prozesswasserkreisläufen

Wasser ist nicht nur ein hervorragender Wärme- und Kältetransporter, sondern als korrosives Medium auch ein möglicher Zerstörer von nahezu allen Metallen. Anlagenausfälle, teure Reparaturen, das Verstopfen von Prozess- und Kühlwassersystemen, aber auch eine verringerte Energieeffizienz können die Folgen erhöhter Korrosion bzw. Rost sein. Speziell in halboffenen und geschlossenen Kühl- und Prozesswasserkreisläufen spielt Korrosion eine wesentliche Rolle. Ein Korrosionsinhibitor als chemischer Korrosionsschutz von Metallen gehört in der industriellen Wasseraufbereitung seit Jahrzehnten zum gängigen Standard, um effiziente Prozesse zu gewährleisten.

Unsere Korrosionsinhibitoren im Überblick
Jürgen-Tauschek Geschäftsführer der aqua-Technik Beratungs GmbH
„Korrosionsinhibitoren für industrielle Prozess- oder Kühlwasserkreisläufe sind fast immer sehr wirtschaftlich. Da die Wasseraustauschraten meist sehr niedrig sind, kann mit geringen Dosiermengen viel erreicht werden kann.“

 

 

 

Jürgen Tauschek, Geschäftsführer

Das können unsere Korrosionsinhibitoren:

  • Langanhaltenden Schutz vor Korrosion im Kühlkreislauf bieten

  • Kostspielige Reparaturen vermeiden

  • Verstopfen von Prozess- und Kühwassersystemen verhindern

  • Anlagenausfälle verhindern

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    INFORMATIONEN RUND UM DEN CHEMISCHEN SCHUTZ VOR KORROSION

    Korrosionsinhibitor ist nicht gleich effizienter Korrosionsschutz

    Starke Korrosion auf einem Stahlrohr macht einen Korrosionsinhibitor erforderlich

    Starke Korrosion auf einem Stahlrohr

    „Alle chemischen Korrosionsschutzmittel sind gleich, also kaufen wir einfach die billigsten.“ Eine Meinung, die unter Einkäufern nicht selten ist, aber fatale Folgen für Wassersysteme in der Industrie haben kann. Auch die Erhöhung von Korrosionsraten durch ungeeignete Chemie ist in der Praxis immer wieder zu beobachten.

    Elementare Gesichtspunkte zur Auswahl eines effizienten Inhibitors zum Schutz vor Rost sind unter anderem die Art des Kreislaufs (geschlossen, halboffen etc.), die verbauten Werkstoffe im Kühlsystem und die vorherrschenden Temperaturen. Aus wasserchemischer Sicht sind weitere Parameter einzubeziehen. Der pH-Wert des Wassers, die elektrische Leitfähigkeit, die Gesamthärte, Alkalinität, Chloride, Sulfate, Sauerstoffgehalt und einige mehr.

    Bei Einsatz eines zusätzlichen Biozids im Kühl- oder Prozesswassersystem ist zwingend darauf zu achten, dass das Korrosionsschutzmittel stabil gegen dieses Biozids ist.

    Bei den meisten erfolgreichen Kühlwasserbehandlungen werden mehrere chemische Inhibitoren verwendet und in einem Produkt gemischt, um einen synergetischen Effekt zu nutzen. Wegen der Wirkungssteigerung und zum Schutz mehrerer Metalle werden zum Korrosionsschutz zum Beispiel Mischungen wie Molybdat-Silikat-Azole-Polymere oder Phosphonat-Phosphat-Polymere-Azole eingesetzt.

    Weiterhin sollte die Chemie Wasserparameter so verändern, dass die Korrosionsraten aufgrund der Wasserbeschaffenheit bereits sinken. Hier ist zum Beispiel eine Verschiebung von pH-Werten in den alkalischen Bereich zu nennen.

    Einfluss des Zusatzwassers bzw. des Rohwassers auf den Korrosionsschutz

    Für Kühl- und Prozesswassersysteme wird häufig Stadt- bzw. Leitungswasser als Nachspeisewasser verwendet. Vielfach wird versucht, durch technische Wasseraufbereitung die Qualität dieses Wassers und folglich den Korrosionsschutz im Kreislauf zu verbessern.

    Grundsätzlich bestehen in den meisten Fällen folgende Optionen:

    • Nachspeisung von unbehandeltem Rohwasser
    • Teilenthärtung des Zusatzwassers, z. B. durch eine Enthärtungsanlage
    • Volle Enthärtung des Zusatzwassers, z. B. durch eine Enthärtungsanlage
    • Vollentsalzung des Zusatzwassers, z. B. durch ein Mischbett
    • Nachspeisung von Mischwasser, z. B. durch Mischung von vollentsalztem Wasser und unbehandelten Rohwasser

    Die Einflüsse auf die Korrosion können signifikant sein. Aus Angst vor Kalkablagerungen wird Wasser z. B. voll enthärtet und der „Kalk“ aus dem Wasser entfernt. Hierbei ist zu beachten, dass Wasser ohne Härte deutlich aggressiver ist. Eine natürliche Schutzschichtbildung auf Metallen ist ohne Wasserhärte nicht möglich. Diese Auswirkungen können einem Kühl- oder Prozesswasserkreislauf schwer zusetzen.

    Viel häufiger ist eine Vollentsalzung des Zusatzwassers zu beobachten. Hierbei ist ebenfalls zu beachten, dass der pH-Wert im Rohwasser durch die Entsalzung stark sinkt. In vielen Fällen ist der pH-Wert des Kühlwassers viel zu gering, was trotz geringer Leitfähigkeiten im Kreislauf signifikante Korrosion und Probleme verursachen kann.

    Durch unüberlegte Wasseraufbereitung des Zusatzwassers können signifikante Folgen entstehen. Eingriffe z. B. über die Zugabe von Korrosionsinhibitoren oder über Anpassungen des pH-Wertes sind meistens unabhängig von der Zusatzwasserbeschaffenheit erforderlich.

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    Die Qual der Wahl: Den richtigen Inhibitor finden

    Eine geeignete Chemie verbessert also mehrere Parameter gleichzeitig. Da einige Inhibitoren bei der Korrosionskontrolle eines bestimmten Metalls effektiver sind als andere, sollte das Korrosionsschutzprogramm auf die Metallurgie des Systems zugeschnitten sein. Eine effektive Kühlwasserbehandlung beginnt daher immer mit einer Wasseranalyse sowie der Prüfung der Metallurgie des Systems, der Anlagenkonstruktion und der verbauten Materialien. Erst dann können effektive Korrosionsschutzmittel ausgewählt werden.

    Diese Erstuntersuchung wird von den meisten Dienstleistern, u. a. auch von uns, kostenlos durchgeführt. Der pH-Wert hat eine zentrale Bedeutung für die Korrosionsrate. Zu niedrige bzw. zu hohe pH-Werte fördern Rost. Durch Unkenntnis des pH-Wertes des Kühlwassers werden von Unternehmen viele Jahre Lebensdauer ihrer wasserführenden Bauteile verschenkt.

    Hier finden Sie einige der beliebtesten und wirksamsten Korrosionsinhibitoren für halboffene und geschlossene Kühl- und Prozesswasserkreisläufe. Sollten Sie spezifische Anforderungen haben, können Sie auch gerne Kontakt mit uns aufnehmen und uns direkt eine Anfrage stellen.

    Unsere Produkte: Unterschiedliche Korrosionsinhibitoren und ihre Wirkung

    Produkt


    Hauptanwendung


    Hauptwirkstoffe (nicht vollständig)


    Erklärungen


    ANTICORROSIVO 2052 HKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Molybdat
    Triazole
    Polymere
    Alkali

    Inhibitor speziell für: Kreisläufe ohne Aluminium

    Schwach-toxischer, starker Inhibitor. Schützt das meiste Metall unter extremen pH-, Temperatur- und Wasserqualitätsbedingungen vor Korrosion. Der pH-Wert des Wassers sollte zwischen 7,5 und 9,5 liegen. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser verwendet werden.

    ANTICORROSIVO 2052 CKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene /halboffene Kreisläufe)Molybdat
    Triazole
    Alkali

    Inhibitor für: Kreisläufe ohne Aluminium

    Schwach-toxischer, starker Inhibitor, der die meisten Metalle unter extremen pH-, Temperatur- und Wasserqualitätsbedingungen vor Rost schützt; für beste Ergebnisse sollte der pH-Wert des Wassers zwischen 7,5 und 9,5 liegen. In diesem Produkt wurde auf Polymere verzichtet. Das Produkt kann mit vollentsalzten teil- oder vollenthärteten Zusatzwasser verwendet werden.

    ANTICORROSIVO 2052 NHKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene/halboffene Kreisläufe)Molybdat
    Triazole
    Polymere

    Inhibitor speziell für: Kreisläufe mit Aluminium

    Schwach-toxischer, starker Inhibitor. Korrosionsschutz für die meisten metallischen Oberflächen unter extremen pH-, Temperatur- und Wasserqualitätsbedingungen. Der pH-Wert des Wassersystems sollte zwischen 7,5 und 9,5 liegen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Das Produkt enthält keine Natronlauge, da diese eine korrosive Wirkung auf Aluminium haben kann. Wenn eine pH-Anhebung im Kreislauf erforderlich ist, wird 2041 (auf Phosphatbasis) empfohlen. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser verwendet werden.

    ANTICORROSIVO 2052 NCKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Molybdat
    Triazole
    Polymere

    Inhibitor speziell für: Kreisläufe mit Aluminium

    Schwach-toxischer, starker Korrosionsinhibitor, der die meisten metallischen Oberflächen unter extremen pH-, Temperatur- und Wasserqualitätsbedingungen vor Rost schützt. Für beste Ergebnisse sollte der pH-Wert des Wassersystems zwischen 7,5 und 9,5 liegen. Das Produkt enthält keine Natronlauge, da diese eine korrosive Wirkung auf Aluminium haben kann. Wenn eine pH-Anhebung im Kreislauf erforderlich ist, wird 2041 (auf Phosphatbasis) empfohlen. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser zum Einsatz kommen.

    ANTICORROSIVO 2051 PKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Triazole
    Polymere
    Alkali

    Inhibitor speziell für: KUPFER/VERZINKTER STAHL

    Speziell für den Korrosionsschutz von Nichteisenmetallen (Kupfer usw.) und verzinktem Stahl. Ideal zur Verhinderung von galvanischer Korrosion. Schützt und deaktiviert zusätzlich Kupferoxide, um andere Metalle, z.B. Eisen, Aluminium, vor Korrosion zu schützen. Sie können dieses Produkt verwenden, wenn Sie einen Verdunstungskondensator aus verzinktem Stahl und vollenthärtetes oder deionisiertes Zusatzwasser haben. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser zum Einsatz kommen.

    ANTICORROSIVO 2051Kühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Triazole
    Alkali

    Inhibitor für: KUPFER/VERZINKTER STAHL

    Schützt Nichteisenmetalle (Kupfer usw.) und verzinktem Stahl vor Rost und verhindert galvanische Korrosion. Schützt und deaktiviert zusätzlich Kupferoxide, um andere metallische Oberflächen, z.B. Eisen, Aluminium, zu schützen. Sie können dieses Produkt verwenden, wenn Sie einen Verdunstungskondensator aus verzinktem Stahl und vollenthärtetes oder deionisiertes Zusatzwasser haben. In dieser Produktausführung wurde auf Polymere verzichtet. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser verwendet werden.

    MASTERPRO 022 aT PlusKühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Mischung aus Polycarboxylaten
    Polymere
    Dispergiermittel

    Inhibitor speziell für Eisen/Stahl, bei wechselnden Bedingungen der Wasserqualität

    022 aT PLUS ist ein speziell entwickelter Inhibitor speziell für Eisen und Stahl. Er ist auch bei sehr hohen Wassertemperaturen sehr stabil und bietet einen effizienten Korrosionsschutz unabhängig davon, ob Härte im Wasser vorliegt oder nicht. Sehr erfolgreich wird er z. B. zum Korrosionsschutz von Autoklaven eingesetzt, bei denen wechselnde Bedingungen vorliegen und andere Inhibitoren nicht wirtschaftlich eingesetzt werden können. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser verwendet werden.

    ANTICORROSIVO 030Kühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Nitrite
    Silikate
    Organische Kupferinhibitoren Dispergiermittel

    Inhibitor speziell für komplizierte Wassersysteme

    030 ist eine hochspezifische Mischung von Korrosionsinhibitoren, die eine Dosierung von bis zu 1000 ppm im Verhältnis zum Systemvolumen ermöglicht, was zu nur 125 ppm Nitrit führt. Schützt die meisten metallischen Oberflächen unter extremen pH-, Temperatur- und Wasserqualitätsbedingungen vor Korrosion. Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollte der pH-Wert des Wassersystems zwischen 7,5 und 9,5 liegen. Das Produkt kann mit vollentsalzten, teil- oder vollenthärteten oder unbehandelten Zusatzwasser verwendet werden.

    ANTICORROSIVO 2041Kühlwasser / Prozesswasser (Geschlossene / halboffene Kreisläufe)Kombination verschiedener Phosphate

    Speziell für Speisewasser ohne Härte oder demineralisiertes Wasser / pH-Anhebung für Kreisläufe mit Aluminium

    Dieses Produkt ist besonders geeignet, wenn Produkte auf Molybdänbasis nicht gewünscht/zugelassen sind. Diese Chemie wird vorzugsweise in Kühlkreisläufen mit kritischen Aluminiumbestandteilen zur Anhebung des pH-Wertes eingesetzt. Natronlauge sollte hier nicht zur Anhebung des pH-Wertes verwendet werden, da sie korrosiv auf Aluminium wirkt. 2041 kann in Kombination mit 2052 NH hervorragend zum Korrosionsschutz zum Einsatz kommen.

    ANTICORROSIVO 128Trinkwasser (NSF)Silikate
    Phosphate

    Speziell für: TRINKWASSER

    Korrosionsinhibitor, der einen anodischen und kathodischen Schutz bietet. Es wirkt auch als Dispergiermittel auf Eisenoxid- und Kalkablagerungen. Es kann in den pH-Bereichen 6,0 bis 8,5 und bei Temperaturen bis 80° C angewendet werden. Es ist nicht toxisch und für Trinkwasser geeignet.

    PASSIVANTE 181Verdunstungsverflüssiger / Passivierung von verzinktem StahlPhosphorsäure
    Organische Korrosionsinhibitoren
    Dispergiermittel

    BESTE WAHL: Passivierung von Verdunstungskondensatoren aus verzinktem Stahl

    Dieses Produkt eignet sich sehr gut zur Passivierung von Verdunstungskondensatoren bzw. Verdunstungsverflüssigern mit Wärmetauschern aus verzinktem Stahl, die von Weißrost befallen sind. Bitte beachten Sie, dass die Alkalität begrenzt sein muss.

    Wirksamkeit überprüfen mit Testkontrollmethoden

    Messgerät zur Messung der Wirkung des Korrosionschutzes im Kühlkreislauf

    Messgerät zur Messung des Korrosions-schutzes

    Egal welche Korrosionsinhibitoren zur chemischen Wasseraufbereitung eingesetzt werden, ihre Wirksamkeit sollte regelmäßig überwacht werden. Um die Korrosionsraten im Kühlsystem zu bestimmen, können sogenannte Korrosionscoupons eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Metallstücke, die in einen Bypass-Wasserstrom eingelegt werden. Die Korrosionsrate wird berechnet, indem der Gewichtsverlust des Metallstücks nach einem bestimmten Zeitraum bestimmt wird. Hieraus lässt sich die Korrosionsrate bestimmter Metalle bestimmen.

    Alternativ können auch elektronische Messgeräte verwendet werden, diese sind jedoch deutlich teurer.

    Eine chemische Wasseranalyse ist nach wie vor der effizienteste Weg, um auf einfache Weise die Korrosionsrate bestimmter Metalle in einem Wasserkreislauf zu bestimmen. Hierbei wird beispielswese der Gehalt an Eisen, Kupfer, Zink, Aluminium im Prozesswasserkreislauf bestimmt und die Ergebnisse erlauben zuverlässige Aussagen über die Korrosion im Kühl- oder Prozesswasserkreislauf. Sollten die Korrosionsraten dabei oberhalb der Norm liegen, können schnell Anpassungen oder Maßnahmen zum Korrosionsschutz ergriffen werden.

    Wichtiger Hinweis zur Dosierung: Korrosionsinhibitoren müssen kontinuierlich angewendet werden, um den Schutzfilm auf der Metalloberfläche aufzubauen und zu erhalten. Die Anfangsdosierung ist im Allgemeinen höher als die dauerhafte Dosierung, um die Bildung des Passivierungsfilms an der Anode oder Kathode sicher zu stellen.

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