Effektive Verfahren zur Prozesswasseraufbereitung für die Industrie

Von chemischer Behandlung über Filtration bis zur Entsalzung

Umkehrosmoseanlage zur Prozesswasseraufbereitung für die Industrie

Umkehrosmoseanlage zur industriellen Prozesswasseraufbereitung

In den meisten industriellen Prozessen muss das verwendete Rohwasser speziell aufbereitet werden, bevor es als sogenanntes Prozesswasser eingesetzt werden kann. Ziel der Prozesswasseraufbereitung für die Industrie ist es, technische Anlagen vor Schäden und Verschleiß zu schützen (verursacht z.B. durch Korrosion oder Biofilme) und so einen reibungslosen Betrieb der Anlage sicherzustellen. Wird das Prozesswasser zur Herstellung von Produkten verwendet, kommen der Wasserbeschaffenheit und Hygiene eine noch höhere Bedeutung zu. Auch der Gesundheitsschutz von Mitarbeitern spielt eine Rolle.

Jeder Kunde und jede Branche hat unterschiedliche Anforderungen an das Prozesswasser. Deshalb gibt es zur Aufbereitung auch unterschiedliche Verfahren. Hier wollen wir Ihnen die gängigsten Lösungen – von Membranfiltration über Chemie bis zur automatischen Absalzung – genauer vorstellen. Doch zunächst erfahren Sie mehr über die Vorteile, die eine professionelle Prozesswasseraufbereitung und Prozesswasserbehandlung für den Betrieb Ihrer Anlage mit sich bringen. Bei Fragen können Sie aber auch gerne sofort Kontakt zu uns aufnehmen.

Welchen Nutzen hat die industrielle Prozesswasseraufbereitung?

In Industriebetrieben kommt Prozesswasser meist in sehr großen Mengen zum Einsatz. Um die Wasserqualität der Anlage zu verbessern, den Wasserverbrauch zu senken und so Kosten und Umwelt zu schonen, ist eine effektive und effiziente Aufbereitung des Prozesswassers essentiell. Dadurch lassen sich gleich mehrere wirtschaftliche und ökologische Ziele erreichen:

  • Schutz von Anlagen vor Ablagerungen und Verschleiß
  • Reibungsloser und konstanter Betrieb der Anlage ohne Unterbrechungen
  • Weniger Kosten für Wartung und Betrieb der Anlage
  • Gesundheitsschutz der Mitarbeiter
  • Einsparung von Rohwasser und Reduzierung von Abwasser
  • Einsparung von Energie und Chemie

Mit welchen Technologien und Verfahren lässt sich Prozesswasser aufbereiten?

Das hängt ganz von der Beschaffenheit des Rohwassers und den Anforderungen an das Prozesswasser ab. Die in Frage kommenden Lösungen und Verfahren können dann entweder einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. In der Regel besteht eine effektive Prozesswasseraufbereitung aus mindestens zwei der folgenden Technologien und Lösungen:

Membranfiltration

Die Prozesswasseraufbereitung durch Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration oder Umkehrosmoseanlagen dient vor allem der Erstbehandlung von Rohwasser, um es von Partikeln, Trübstoffen und Mikroorganismen zu befreien. Membrananlagen kommen entweder einzeln oder kombiniert mit anderen Filteranlagen zum Einsatz (z.B. Vorbehandlung vor einer Umkehrosmose mit Mikrofiltration).

Membrananlagen und ihre Aufgaben:

MembrananlageAufgabe
Mikrofiltration (MF)Entfernung von Trübstoffen, Bakterien und Öl aus dem Wasser
Ultrafiltration (UF)Entfernung von Trübstoffen, Bakterien, Öl, Viren und Makromolekülen aus dem Wasser
Nanofiltration (NF)Entfernung von gelösten Substanzen aus dem Wasser
Umkehrosmose (UO oder RO)Entsalzung und Erzeugung von VE-Wasser
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Chemische Prozesswasserbehandlung mit Bioziden und Additiven

Nach einer Filtration, die bereits unerwünschte Stoffe aus dem Wasser entfernt hat, ist meist noch eine chemische Aufbereitung des Wassers sinnvoll. Bei diesem Verfahren werden bestimmte chemische Produkte wie Biozide, Härtestabilisatoren, Korrosionsinhibitoren, pH-Stabilisatoren etc. in das Prozesswasser dosiert, um gewisse wasserchemische Eigenschaften herbeizuführen und den Betrieb zu optimieren.

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Enthärtung mit Ionenaustauscher

Das häufigste Ionentauscherverfahren ist sicherlich die Enthärtungsanlage, mit der Calcium und Magnesium aus dem Wasser entfernt wird. Meist werden stark saure Kationenaustauscherharze eingesetzt, die mit Natriumchlorid (Kochsalz) regeneriert werden.  In vielen Fällen kommen diese Anlagen gemeinsam mit Membrananlagen zum Einsatz. So zum Beispiel auch bei der Reinstwassererzeugung. Ein gängiger Aufbau ist hier die Enthärtung mit folgender Umkehrosmose und nachgeschaltetem Mischbett. Eine Vollentsalzung muss jedoch keine Umkehrosmoseanlage beinhalten. Sie kann auch über Anionen- und Kationentauscher oder EDI-Anlagen sichergestellt werden.

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Automatische Absalzung

In vielen Prozesswasserkreisläufen kommt es aufgrund Wasserverdampfung oder Eintrag von Fremdstoffen, z. B. aus der Produktion, nach einer gewissen Zeit zu einer sogenannten „Aufsalzung“ der im Wasser gelösten Substanzen (Salze, Mineralien, Metalle oder organische Verbindungen). Wenn diese Aufkonzentration zu stark ist, wirkt sich das negativ auf die Qualität von Prozesswasser aus. Weiterhin kann der Eintrag von organischen oder anorganischen Stoffen aus dem Produktionsprozess selbst das Wasser verunreinigen. Die Lösung: Entgegenwirken kann man diesen Prozessen mit einer automatischen Messung der Leitfähigkeit oder der Trübung, indem der Salzgehalt bzw. die Trübung im Wasser kontrolliert wird. Wird dann ein bestimmter Grenzwert erreicht, kann regelbasiert automatisch eine gewisse Wassermenge abgelassen werden.

Ihr Unternehmen hat bestimmte Anforderungen an Ihr Prozesswasser und möchte eine professionelle Aufbereitung? Wir beraten Sie gerne individuell und finden maßgeschneiderte Lösungen rund um Ihr Prozesswasser. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!

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